• INTAKA - Integrative Akademie für Bildung und Coaching
    26Apr2017

    Leben lernen

    von Ute Latendorf

     

    Von der Sonne lernen, zu wärmen,

    von den Wolken lernen, leicht zu schweben.

    Von dem Wind lernen, Anstöße zu geben,

    Von den Vögeln lernen, Höhe zu gewinnen,

    Von den Bäumen lernen, standhaft zu sein.

    Von den Blumen das Leuchten lernen,

    Von den Steinen das Bleiben lernen,

    Von den Büschen im Frühling Erneuerung lernen,

    Von den Blättern im Herbst das Fallenlassen lernen,

    Vom Strom die Leidenschaft lernen.

    Vom Regen lernen, sich zu verströmen,

    Von der Erde lernen, mütterlich zu sein.

    Vom Mond lernen, sich zu verändern,

    Von den Sternen lernen, einer von vielen zu sein,

    Von den Jahreszeiten lernen,

    dass das Leben immer von Neuem beginnt.

    24Jan2016

    Was kommt auf uns zu?

    von Max Feigenwinter

     

    Was kommt auf uns zu?

    Vielleicht
    Aufgaben, die uns enorm fordern;
    Fragen, die sich uns noch nie gestellt haben;
    Wünsche, die wir nicht erfüllen können;
    Ansichten, die uns verunsichern;
    Entscheidungen, die wir nicht verstehen;
    Situationen, da wir nicht mehr ein und aus wissen;
    Menschen, die uns brauchen.

    Vielleicht aber auch
    Hilfen, an die wir gar nicht denken;
    Ideen, die wir noch nie gehabt haben;
    Lösungen, die Neues ermöglichen;
    Anforderungen, die uns weiter bringen;
    Begegnungen, die vieles verändern;
    Reaktionen, die uns überraschen;
    Menschen, die uns helfen.

    Wir wissen es nicht,
    und das ist gut so.
    Wichtig ist,
    dass wir annehmen, was ist,
    geben, was wir haben,
    tun, was wir können,
    sein, wie wir sind,
    leben und Leben ermöglichen.

    3Sep2015

    Der Tempel der 1000 Spiegel

    Es gab in Indien den Tempel der tausend Spiegel. Er lag hoch oben auf einem Berg und sein Anblick war gewaltig. Eines Tages kam ein Hund und erklomm den Berg. Er stieg die Stufen des Tempels hinauf und betrat den Tempel der tausend Spiegel.

    Als er in den Saal der tausend Spiegel kam, sah er tausend Hunde. Er bekam Angst, sträubte das Nackenfell, klemmte den Schwanz zwischen die Beine, knurrte furchtbar und fletschte die Zähne. Und tausend Hunde sträubten das Nackenfell, klemmten die Schwänze zwischen die Beine, knurrten furchtbar und fletschten die Zähne.

    Voller Panik rannte der Hund aus dem Tempel und glaubte von nun an, dass die ganze Welt aus knurrenden, gefährlichen und bedrohlichen Hunden bestehe.

    Einige Zeit später kam ein anderer Hund, der den Berg erklomm. Auch er stieg die Stufen hinauf und betrat den Tempel der tausend Spiegel. Als er in den Saal mit den tausend Spiegeln kam, sah auch er tausend andere Hunde. Er aber freute sich. Er wedelte mit dem Schwanz, sprang fröhlich hin und her und forderte die Hunde zum Spielen auf.

    Dieser Hund verließ den Tempel mit der Überzeugung, dass die ganze Welt aus netten, freundlichen Hunden bestehe, die ihm wohlgesonnen sind.

     

    gefunden: auf der CD des Buchs
    Erfolgsprinzipien der Optimisten
    v. Nikolaus B. Engelmann

    8Jul2015

    Das perfekte Herz

    Eines Tages stand ein junger Mann mitten in der Stadt und erklärte, dass er das schönste Herz im ganzen Tal habe. Eine große Menschenmenge versammelte sich, und sie alle bewunderten sein Herz, denn es war perfekt. Es gab keinen Fleck oder Fehler in ihm. Ja, sie alle gaben ihm Recht, es war wirklich das schönste Herz, was sie je gesehen hatten. Der junge Mann war sehr stolz und prahlte noch lauter mit seinem schönen Herzen.

    Plötzlich tauchte ein alter Mann vor der Menge auf und sagte: “Nun, Dein Herz ist nicht mal annähernd so schön, wie meines.” Die Menschenmenge und der junge Mann schauten das Herz des alten Mannes an.

    Es schlug kräftig, aber es war voller Narben, es hatte Stellen, wo Stücke entfernt und durch andere ersetzt worden waren. Aber sie passten nicht richtig, und es gab einige ausgefranste Ecken…..genauer… an einigen Stellen waren tiefe Furchen, wo ganze Teile fehlten.

    mehr lesen …

    16Mrz2015

    Der Geschäftsmann und der Fischer

    aus: John Strelecky – Das Cafe´am Rande der Welt – Eine Erzählung über den Sinn des Lebens

    Es war einmal ein Geschäftsmann, der in Urlaub fuhr, um dem Alltag zu entfliehen und sozusagen seine Batterien wieder aufladen wollte. Er flog weit weg in eine abgelegene Gegend und verbrachte einige Tage in einem kleinen Dorf am Meer. Ein paar Tage lang beobachtete er die Dorfgemeinschaft und stellte fest, dass ein bestimmter Fischer am glücklichsten und zufriedensten von allen wirkte. Der Geschäftsmann wollte gerne wissen, woran das lag und fragte den Fischer schließlich, was er jeden Tag tat.

    Der Mann antwortete ihm, dass er jeden Morgen nach dem Aufwachen mit seiner Frau und seinen Kindern frühstücke. Dann gingen seine Kinder zur Schule, er fuhr zum Fischen raus und seine Frau malte. Ein paar Stunden später kam er mit genügend Fisch für die Familienmahlzeiten nach Hause und machte ein Nickerchen. Nach dem Abendessen gingen er und seine Frau am Strand spazieren und beobachteten den Sonnenuntergang, während die Kinder im Meer schwammen.

    Der Geschäftsmann war fassungslos. „Machen Sie das jeden Tag?“, fragte er.

    „Meistens schon“, antwortete der Fischer. „Manchmal machen wir auch andere Dinge, aber für gewöhnlich sieht mein Leben so aus.“

    „Und Sie können jeden Tag genügend Fische fangen?, fragte der Geschäftsmann.

    „Ja“, antwortete der Fischer, „es gibt viele Fische.“

    „Könnten Sie mehr Fische fangen, als Sie für Ihre Familie mit nach Hause nehmen?“, erkundigte sich der Geschäftsmann weiter.

    Der Fischer antwortete lächelnd: „Oh ja, häufig fange ich viel mehr und lasse sie einfach wieder frei. Sie müssen wissen, ich liebe es zu fischen.“

    „Aber warum fischen sie nicht den ganzen Tag und fangen so viele Fische, wie Sie können?“, hakte der Geschäftsmann nach. „Dann könnten Sie den Fisch verkaufen und viel Geld verdienen. Schon bald könnten Sie ein zweites Boot kaufen und dann ein drittes Boot, andere Fischer beschäftigen, die ebenfalls viele Fische fangen. In ein paar Jahren könnten Sie sich ein Büro in einer großen Stadt einrichten, und ich wette, dass Sie innerhalb von zehn Jahren ein internationales Fischhandelsunternehmen aufbauen könnten.“

    Der Fischer sah den Geschäftsmann freundlich an. „Und warum sollte ich all das tun?“

    „Nun, wegen des Geldes“, antwortete der Geschäftsmann. „Sie würden es tun, um eine Menge Geld zu verdienen, und sich dann zur Ruhe setzen.“

    „Und was würde ich dann in meinem Ruhestand tun?, fragte der Fischer.

    „Naja, was immer Sie möchten, nehme ich an“, sagte der Geschäftsmann.

    „Etwa mit meiner Familie frühstücken?“

    „Ja zum Beispiel“, sagte der Geschäftsmann ein bisschen verärgert darüber, dass der Fischer sich nicht stärker für seine Idee begeisterte.

    „Und da ich so gerne zum Fischen gehe, könnte ich, wenn ich wollte, jeden Tag ein bisschen fischen?“ fuhr der Fischer fort.

    „Ich wüsste nicht was dagegen spräche“, sagte der Geschäftsmann. „Wahrscheinlich würde es dann nicht mehr so viele Fische geben, aber vermutlich wären noch genügend da.“

    „Vielleicht könnte ich dann auch meine Abende mit meiner Frau verbringen. Wir könnten am Strand spazieren gehen und den Sonnenuntergang beobachten, während unsere Kinder im Meer schwämmen?“ fragte der Fischer.

    „Sicher, alles, was Sie wollen, wobei Ihre Kinder dann wahrscheinlich schon erwachsen sein dürften“, sagte der Geschäftsmann.

    Der Fischer lächelte ihn an, gab ihm die Hand und wünschte ihm gute Erholung

    Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.
    INTAKA
    CARIBBEAN
    CENTER

    NLP-Master (M31)
    11.11.2019 - 30.11.2019
    NLP-Practitioner (P92)
    11.11.2019 - 30.11.2019

    JETZT INFORMIEREN!
    close-link

    Login to your Account