• INTAKA - Integrative Akademie für Bildung und Coaching
    3Sep2019

    Deine Diamantenmine

    Eines Tages hört der afrikanische Bauer Al Hafed zum ersten Mal in seinem Leben etwas über Diamanten. Ein weiser Priester erzählt ihm von anderen Bauern, die reich wurden, nachdem Sie Diamantenminen entdeckt hatten.

    „Ein einziger Diamant, nicht größer als eine Daumenspitze, ist so viel wert wie hundert Bauernhöfe“, sagt er zum Bauern. Dieser entscheidet sich, seinen Bauernhof zu verkaufen, um selbst nach Diamanten zu suchen. Den Rest seines Lebens wandert Al Hafed auf der Suche nach Minen durch Afrika. Erfolglos. Mit erschöpftem Körper und gebrochenem Geist gibt er seine Suche verzweifelt auf und ertränkt sich schließlich im Meer.

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    2Jul2019

    Der Hakim weiß alles

    Ein Mann lag schwerkrank darnieder, und es schien, als sei sein Tod nicht fern.

    Seine Frau holte in ihrer Angst einen Hakim, den Arzt des Dorfes.

    Der Hakim klopfte und horchte über eine halbe Stunde lang an dem Kranken herum, fühlte den Puls, legte seinen Kopf auf die Brust des Patienten, drehte ihn in die Bauch- und Seitenlage und wieder zurück, hob die Beine des Kranken an und dann den Oberkörper, öffnete dessen Augen, schaute in seinen Mund und sagte dann voller Überzeugung: „Liebe Frau, ich muss Ihnen leider die traurige Mitteilung machen, dass Ihr Mann seit zwei Tagen tot ist.“

    Zu Tode erschrocken hob der Schwerkranke seinen Kopf und wimmerte ängstlich: „Nein, meine Liebe, ich lebe noch!“

    Energisch schlug daraufhin die Frau mit der Faust nach dem Kopf des Kranken und rief empört: „Du sei still! Der Hakim ist Fachmann, und der muss es wissen.“


    aus der Metaphernkartei (M.65)

    25Jun2019

    Warum lernen im Urlaub kein Paradox ist

    Es gibt viele gute Gründe warum auch im Urlaub, gelernt werden kann, vielleicht sogar sollte.

    Ein Grund ist folgender: Wie mit den Muskeln, so verhält es sich auch mit unserem Gehirn, wenn man sie längere Zeit nicht benutzt verkümmern sie, wir werden schwach und vergesslich.

    Man könnte also sagen: Urlaub am Strand mit viel Sonne und wenig Hirn stellt eine Gefahr für unser Wohlbefinden dar.

    Zweiter Punkt:  Wenn ich es mir schon vorgenommen habe, mich fortzubilden, dann sei doch die Frage erlaubt: Warum nicht in einem Umfeld, das mir das Lernen nicht nur erleichtert, sondern sogar schmackhaft macht?

    Warum nicht das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden?
    Vielleicht fragt sich der ein oder andere: „ Aber ist das nicht zu teuer?“

    Nun darauf kann ich persönlich nur antworten: Ab wann ist für sie etwas teuer oder günstig? Sind sie es sich nicht wert? Wenn nicht sie selbst, wer dann? Bitte denken sie daran: Fahren sie immer erster Klasse, ihre Erben tun es bestimmt.

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    26Apr2017

    Leben lernen

    von Ute Latendorf

     

    Von der Sonne lernen, zu wärmen,

    von den Wolken lernen, leicht zu schweben.

    Von dem Wind lernen, Anstöße zu geben,

    Von den Vögeln lernen, Höhe zu gewinnen,

    Von den Bäumen lernen, standhaft zu sein.

    Von den Blumen das Leuchten lernen,

    Von den Steinen das Bleiben lernen,

    Von den Büschen im Frühling Erneuerung lernen,

    Von den Blättern im Herbst das Fallenlassen lernen,

    Vom Strom die Leidenschaft lernen.

    Vom Regen lernen, sich zu verströmen,

    Von der Erde lernen, mütterlich zu sein.

    Vom Mond lernen, sich zu verändern,

    Von den Sternen lernen, einer von vielen zu sein,

    Von den Jahreszeiten lernen,

    dass das Leben immer von Neuem beginnt.

    24Jan2016

    Was kommt auf uns zu?

    von Max Feigenwinter

     

    Was kommt auf uns zu?

    Vielleicht
    Aufgaben, die uns enorm fordern;
    Fragen, die sich uns noch nie gestellt haben;
    Wünsche, die wir nicht erfüllen können;
    Ansichten, die uns verunsichern;
    Entscheidungen, die wir nicht verstehen;
    Situationen, da wir nicht mehr ein und aus wissen;
    Menschen, die uns brauchen.

    Vielleicht aber auch
    Hilfen, an die wir gar nicht denken;
    Ideen, die wir noch nie gehabt haben;
    Lösungen, die Neues ermöglichen;
    Anforderungen, die uns weiter bringen;
    Begegnungen, die vieles verändern;
    Reaktionen, die uns überraschen;
    Menschen, die uns helfen.

    Wir wissen es nicht,
    und das ist gut so.
    Wichtig ist,
    dass wir annehmen, was ist,
    geben, was wir haben,
    tun, was wir können,
    sein, wie wir sind,
    leben und Leben ermöglichen.

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