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Systemic-Maps: Hexagonia – Landkarte der Systembühnen

Und wie du Systemische Maps entwirfst und in vielen Szenarien damit arbeiten kannst

Wer das Systemische Hexagon kennt, dem sollte das Land Hexagonia ebenso bekannt vorkommen. Wer es noch nicht kennt, wird dieses Gebiet spannend finden.

Ich möchte Dich in diesem Artikel erstmal kurz in das Land Hexagonia mitnehmen, um dann im 2.Schritt noch kurz ein Tool zur Erstellung dieser Systemischen Maps vorstellen.

Hexagonia

Und das ist also Hexagonia. Ein Land, das unterschiedliche Gebiete zeigt. Es sind die 4 Systemischen Hauptbühnen, auf denen dein Leben spielt (Emotio, Zauberwald der privaten Kontakte, Zauberwald der beruflichen Kontakte, Organiza) und die 2 Supportbühnen (Insel der weisen Helfer, Insel der Inneren Führung und Spiritualität).

Wir alle wachsen in dem Gebiet, das ich hier Emotio (Sinnsystem private) nenne auf. Das ist nur ein Name und es gehört viel mehr dazu, als nur die Emotion, aber um die dreht sich in diesem Landstrich vieles. Es ist der Ort, an dem wir anfangen die Geschichten des Lebens zu lernen, erzählt zu bekommen und selber zu erzählen. Hier finden wir unsere Ursprungsfamilie, unsere Werte und Beliefs entstehen hier, unsere Lebensskripts, unsere Ahnen sind dabei ebenso wichtig, wie archetypische Urbilder unserer Kultur, in der wir aufwachsen und all unsere Prägungen, auch unser körperliches Dasein, unsere Sexualität, all unsere Identifizierungen. Alles, was wir hier lernen, erkennen wir als „normal“, „so ist das Leben“, denken wir, „so funktioniert es und so soll es also sein, denn so ist es normal und richtig“. Da entsteht unsere „Basic-Line“, die Basislinie unserer Geschichten, unserer Narrative über das Leben, über unser Leben.

Diese Geschichten wollen wir dann im Zauberwald der privaten Kontakte (Soziales System private) erzählen und leben, Erfahrungen damit machen und weiterentwickeln. Alle Menschen, die zu unserem privaten Umfeld gehören, leben hier. Wir wollen mit unseren Geschichten mit ihnen in Interaktion treten und unsere Geschichten zum Ausdruck bringen, in die Expression damit gehen, denn das macht uns aus. Gemeinsame Geschichten sind beziehungsförderlich, sind der Kleber unserer Beziehungen und das gemeinsame Ausbauen unserer Geschichten hat extrem kohärenten Effekt. Können wir in unseren Interaktionen unsere Geschichten gut leben und zum Ausdruck bringen, fühlen wir uns wohl und erleben einen Kontextflow zwischen beiden Kontexten. Wenn nicht, erleben wir eine Kontextblockade, „Sand im Getriebe“ unseres Lebensflusses.

Ebenso ist das auch im Zauberwald der beruflichen Kontakte (Soziales System work). Wenn wir in die ersten Organisationen (Kindergarten, Schule) eintreten, ist das ähnlich, wie in die Organisationen unseres Berufslebens. All die Menschen, die uns im Berufsleben begegnen, leben hier sozusagen und wir wollen unsere Geschichten auch dort leben und erweitern, uns zum Ausdruck bringen.

Auch jede Organisation hat ihre Geschichten, die dort erzählt werden und sinnvoll für die jeweilige Organisation erscheinen. In Organiza (Sinnsystem work) finden wir die Unternehmenswerte, die Unternehmensphilosophie, die Narrative des Unternehmens mit dessen Struktur, die sich im Unternehmen wiederspiegelt, heruntergebrochen bis zum Organigramm, Stellen- und Kompetenzbeschreibungen etc.

Auch was sich dort findet, wollen wir mit und in beruflichen Kontakten leben und zum Ausdruck bringen. Können wir z.B. nicht leben, was in unserer Zuständigkeitsbeschreibung festgelegt ist, weil ein anderer Kollege sich entsprechend einmischt, wird es schwierig. Es entsteht statt Kontextflow, eine Kontextblockade, die einem selber nicht gut tut und dem Unternehmen ebenso wenig und zudem viel Geld und Zeit kostet.

So wollen all diese 4 Gebiete zusammenpassen und im Flow sein, weil uns das glücklich und zufrieden sein lässt, produktiv und kreativ, erfolgreich und im Fluss mit uns selbst. Passen diese Regionen nicht zusammen, gibt es sozusagen Krieg, einen Kampf in uns und möglicherweise auch innerhalb der Organisation oder der Familie, dem Freundeskreis. Der Flow bleibt aus und die Blockaden führen zu Unmut und im Extremfall zu Resignation, Depression, Burnout, Energieverlust, Insolvenz.

Und da gibt’s noch die Unterstützungssysteme. Der Coach gehört zur Insel der weisen Helfer (Coach: Supportsystem) und hat u.a. die wichtige Aufgabe auf die Insel der eigenen Inneren Führung (Innerer Coach: Selfsupportsystem) hinzuweisen und bei manchen Coachees spielt dabei auch die Spiritualität eine wichtige Rolle. Dieser Flow zwischen Support und Selfsupport ist für ein fruchtbares Hexagonia entscheidend, denn manch einer tut sich schwer, Hilfe von außen anzunehmen, ein anderer erkennt nicht, wieviel Ressourcen und Unterstützung er in seinem eigenen Inneren Team vorfinden kann. Beides gehört zusammen und muss kultiviert und gelebt werden.

Der 3-Level-System-Flow steht bei Hexagonia also im Fokus:

  • Work-Private-Flow
  • Sinn-Interaktions-Flow
  • Support-Selfsupport-Flow

Nur wenn alle 3 Flow-Levels gut laufen sind wir zufrieden, glücklich, kreativ, leistungsfähig und produktiv.

 

Von „place cells“ und „social place cells“ – systemische Aufstellungen sind Tranceraumbilder

SystemAufstellungen sind Landkarten von Tranceraumbildern. Schwierige Trancen erzeugen hinderliche Alltagstrancen, die uns blockieren und förderliche Alltagstrancen bringen uns in erwünschte Zustände. Diese systemischen Maps unserer System-Trancen gibt es in uns, und diese können wir auch im Außen darstellen. Mittlerweile weiß man auch, dass unser Gehirn soziale Beziehungen verortet und mentale Karten in unseren neuronalen Netzwerken entstehen. Netzwerke, die über Nähe- und Distanz-Verhältnisse unsere Emotionen beeinflussen.

Das räumliche Gedächtnis im Hippocampus verfügt sowohl über „place cells“, als auch über „social place cells“, die Positionen im Raum erkennen und Wege nachvollziehen können. Es ist auch verständlich und nur allzu logisch, dass sich geografische und soziale Informationen überschneiden. Fliegt eine Fledermaus zu einer bestimmten Futterstelle und wird wahrgenommen, kann auch die andere Fledermaus den gleichen Weg verfolgen. Es werden anscheinend systemische Maps im Gehirn angelegt und die Brauchbarkeit (Einbettung in das eigene Sinngefüge) entscheidet über das Abspeichern dieser Landkarten. Da der Hippocampus eine wichtige Schaltzentrale unseres limbischen Systems ist, welches für unsere Gefühle zuständig ist, liegt es nahe, dass diese geografisch-soziale Verbindung stark mit unseren Gefühlen verknüpft ist. Negative Gefühlsmomente erzeugen hinderliche Alltagstrancen und positives Erleben, erzeugt förderliche Alltagstrancen. Die Bilder dieser Tranceerlebnisse werden systemisch in der Aufstellungsarbeit umgesetzt. Mit den Landkarten (Systemischen Maps) stellen wir auf eine andere Art und Weise auf, denn wir gestalten den Raum, die Landschaft, unsere innere Geografie.

 

Systemic-Maps mit >Inkarnate<

Hexagonia habe ich mit dem Tool >Inkarnate< erstellt. Dieses Tool ist leicht zu handhaben und zudem kostenfrei. Gerne bilde ich so systemische Landschaften, Psycho-Geografien oder die Geografie einer Organisation ab oder lasse die durch den Coachee erstellen.

Das Tool findest du unter www.inkarnate.com.

Es kommen erstaunliche Gebiete und Landschaften zustande, wenn der Coachee eine Landkarte erstellt, über die Gebirgslandschaft der unerreichbaren Führungskräfte, den Staudamm der Konflikte im Unternehmen, der nichts zum Fließen bringt, den Wald der Vorschriften oder über die Seenlandschaft im Tal der Tränen bzgl. einer unsäglich elenden Familiengeschichte, die von Tod geprägt ist. Das ist bedeutet dann Kontextblockade.

Und dann gibt es auch die Bilder vom Kontextflow: die sonnigen Urlaubsgebiete, die einem präsentiert werden, das Meer, der unendlich vielen Möglichkeiten, der Urlaubsstrand der wunderbar freien Arbeitsgestaltung oder der weiten ressourcereichen Landschaft einer Familiensituation von Geborgenheit und Freiraum.

 

 

Gerhard Gigler
Akademieleiter, INTAKA
Leiter, INTAKA-Caribbean-Center

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