• INTAKA - Integrative Akademie für Bildung und Coaching
    10Apr2018

    Systemisches Coaching auf Cuba

    von Gerhard Gigler

    Die Weiterentwicklung der Person innerhalb einer Organisation und systemischen Verflechtungen verlangt von einem Coach zum einen unterschiedliche systemische Basic-Tools und zum anderen eine Haltung, die an der Wahrnehmung systemischer Komponenten authentisches Interesse hat, um diese würdigen und einbeziehen zu können. Einsichten bzgl. des Zusammenhangs von Person und Organisation sind die Grundlage.

     

    Coaching im Organisationskontext bezieht die Ebene der Organisationsbeschreibung mit ein – all das, das den Sinn der Organisation beschreibt fällt in den solidarischen Blick des Coaches. Sowohl der Coachee, als auch der Vorgesetzte des Coachees ist diesem Inhalt verpflichtet. Ein Personal Coaching außerhalb des Organisationskontextes wird dies nur indirekt mit einbeziehen.

     

    Das Systemische Hexagon®

    Nach wie vor treffen sowohl Coachs, als auch Coachees und auch Entscheider in Unternehmen auf die Schwierigkeit der unkonkreten Definition des Begriffes Coaching.

    Im Systemischen Hexagon® nach Gerhard Gigler werden die Arbeitsflächen eines Coachings definiert. Die Hauptbühnen werden ebenso klar benannt, wie auch die ressource- und lösungsorientierte Grundhaltung, die in der Figur des „Inneren Coachs“ eine klare Ausrichtung und Verortung erhält. Ausgehend vom oben benanntem Dreieckskontrakt, der die Ziele des Coachings definiert, werden die weiteren Bühnen entfaltet. Der Dreieckskontrakt bietet die Möglichkeit für den jeweiligen Chef bzw. Entscheider, die Ziele mit zu definieren. Ebenso ist die Verpflichtung für ihn damit verbunden, eine mögliche Umstrukturierung in der Organisation vorzunehmen, sollte daran die Zielerreichung scheitern. Die Ausrichtung und Solidarisierung aller Beteiligten – Coachee, Entscheider, Coach – richtet sich am Punkt „Sinnsystem work“ aus. Dieser beinhaltet:

    • Unternehmensphilosophie
    • Werte des Unternehmens
    • Der Kunde allgemein
    • Unternehmensziele
    • Organigramm
    • Stellenbeschreibungen
    • Funktionsbeschreibungen
    • Kapital

    Der Chef bzw. Entscheider repräsentiert das „Soziale System work“, steht also ebenso für die Ziele des Coachings ein und unterstützt die Zielerreichung aus seiner Position heraus. Mit dem „Sozialen System work“ sind alle konkreten Personen, die im Arbeitszusammenhang eine Rolle spielen, gemeint:

    • Firmenchef
    • Vorgesetzte
    • Mitarbeiter
    • Kollegen
    • Der konkrete Kunde als Person

    Diese zwei Hauptbühnen definieren also schon die ersten zwei unterschiedliche Arbeitsrichtungen im Coaching:

    • Beziehungsarbeit im „Sozialen System work“
    • Strukturarbeit im „Sinnsystem work“

    Die Idee des Dreieckskontraktes erfährt im Systemischen Hexagon® eine Erweiterung.

    Das Systemische Hexagon® definiert die Hauptbühnen eines Coaching Prozesses. Es dient als Analyseinstrumentarium, unterstützt einen klaren Blick für den Kontrakt als Arbeitsauftrag für den Coach und ist Hintergrundmodell während des Prozesses. Entscheider können verstehen, was Coaching bedeuten kann und welche Auswirkungen Kontextblockaden und Kontextflow für den alltäglichen Arbeitsprozess haben.

    Sowohl die konkreten Personen aus dem privaten Bereich sind im Coaching Prozess eine mögliche Arbeitsbühne, als auch das „Sinnsystem private“, bei dem es um folgende Komponenten geht:

    • Spiritualität
    • Archetypische Prägungen
    • Ahnen
    • Ursprungsfamilie
    • Lebensskripten
    • Werte
    • Beliefs
    • Körper
    • Finanzielle Situation

    Zum „Sozialen System private“ gehören die konkreten Personen aus dem privaten Bereich:

    • Familie
    • Partner
    • Verwandte
    • Freunde
    • Bekannte

    Diese zwei weiteren Arbeitsflächen beziehen also mit ein:

    • Beziehungsarbeit im „Sozialen System private“
    • Emotionscoaching mit dem „Sinnsystem private“

     

    Kontextflow statt Kontextblockaden

    Diese oben kurz beschriebenen 4 Hauptbühnen bestimmen einen Großteil des Coachingprozesses. Allerdings muss klar sein für welche Bühnen ein Arbeitsauftrag besteht.

    Wir Menschen fühlen uns erst dann richtig wohl, zufrieden, kreativ und leistungsstark, wenn zwischen den Bühnen, also den unterschiedlichen Kontexten, ein Flow besteht. Dabei sprechen wir von Kontextflow.

    Ein Beispiel für Kontextflow:
    Bei einem Konflikt im Arbeitsteam „Soziales System work“ kann der Teamleiter adäquat reagieren. Der gute Umgang seines Großvaters mit Konflikten hat ihn im „Sinnsystem private“ geprägt. Der Großvater, der auch Unternehmer war, konnte bei Konflikten immer einen Scherz machen, auflockern und so die Systemenergie kreativ nutzen. So nun auch der Teamleiter, der weiß, wie er bei einem Konflikt in eine lockere, heitere Systemenergie führen kann. Eine neue gute Struktur kann dadurch im „Sinnsystem work“ für die Teamsitzungen ausgebildet werden. Der Teamleiter geht zufrieden und gestärkt nach Hause in sein „Soziales System private“.

    Im oben genannten Beispiel wird der Flow zwischen den 4 Hauptbühnen beschrieben. Wird dieser Flow erlebt, kann immer wieder der „Innere Coach“ gestärkt werden. Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein und ein gutes Selbstwertgefühl kann sich immer mehr ausbilden. Bei Work-Private-Flow geht es also um mehr, als bei Work-Live-Balance.

    Ein Beispiel für Kontextblockade:
    Wenn wir das gleiche oben genannte Beispiel nehmen, dann können wir den Großvater austauschen gegen einen, der bei Konflikten immer alles kurz und klein schlug, da er Alkoholiker war. Das sitzt dem Teamleiter heute immer noch als Erinnerungsspur in den Knochen. Im wahrsten Sinn des Wortes, denn bei erhöhtem Stress werden den Knochen wertvolle Nährstoffe entzogen, guter Schlaf ist wichtig um Nährstoffe wieder einzubauen. Bleiben Dauerstress und schlechter Schlaf kann dies zu einem kritischen Zustand führen. Durch diese blockierende Erinnerungsspur aus dem „Sinnsystem private“ kann der Teamleiter weniger gut im Team mit dem Konflikt umgehen und ist blockiert. Die wenig hilfreiche Teamstruktur im „Sinnsystem work“ bleibt und führt zu weiteren Blockaden. Der Teamleiter geht frustriert nach Hause und nimmt negative Gedanken und Gefühle mit in sein „Soziales System private“.

    Im oben genannten Beispiel bleibt eine Blockade innerhalb den Systemfeldern. Diese führt wie „Sand im Getriebe“ auf die Dauer zu einem Selbstwertmangel und zu Leistungsschwäche. Der Erfolg im Berufsleben bleibt ebenso aus, wie die persönliche Zufriedenheit und Lebensfreude.

     

    Coaching im Organisationskontext

    Im Organisationskontext ist genau darauf zu achten, welche Bühnen in die Arbeit mit einbezogen werden sollen. Für welche Bühnen gibt es einen Coaching Auftrag? Welche Bühnen dürfen mit einbezogen werden? Auf welchen Bühnen sind die Herausforderungen, die Ziele und die Ressourcen zu finden? Wie stark ist der „Innere Coach“ ausgebildet? Wie sehr werden Rezepte vom „Coach“ von außen verlangt?

    Oftmals geht es hierbei um die Zusammenhänge von „Sinnsystem work“ und „Sozialem System work“. Beziehungsschwierigkeiten im Team sind jedoch dann vorprogrammiert, wenn die Struktur im „Sinnsystem work“ nicht hilfreich ausgebildet ist. Hier ist deshalb immer wieder der Startpunkt für ein Coaching im Organisationskontext von Vorteil.

    Im Organisationskontext ist auch der „Innere Coach“ mit einzubeziehen, genauso, wie im Personal Coaching außerhalb des Organisationskontextes. Dieser hält alle Ressourcen bereit, die es zu entdecken gilt, um Herausforderungen zur Lösung zu bringen.

    Personal Coaching außerhalb des Organisationskontextes

    Das „Sinnsystem private“ erhält außerhalb des Organisationskontextes eine weitaus höhere Bedeutsamkeit und ist im Gegensatz zum Coaching im Organisationskontext als Startpunkt des Personals Coachings zu verstehen. Die eigenen Beliefs, die eigenen Wertvorstellungen, das System der Ursprungsfamilie usw. ist natürlich auch für den Workbereich zu beachten. Allerdings wird dabei damit oftmals verdeckt gearbeitet, wohingegen dies im Privatbereich deutlich fokussiert wird.

     

    Unterschiedliche Arbeitsrichtungen werden durch das Systemische Hexagon® definiert. Die zu definierenden Richtungen sind: Strukturarbeit, Beziehungsarbeit, Emotionscoaching und Ressourcen- oder Spirituelles Coaching – je nach Welt- und Menschenbild des Coachees.

     

    3-Level-Flow

    Von 3-Level-Flow sprechen wir, wenn „Work-Private-Flow“, „Sinn-Interaktions-Flow“, Support-Selfsupport-Flow“ erreicht sind, denn wir fühlen uns nur wohl, wenn Work und Private im Fluss sind, aber auch nur dann, wenn das was in den Sinnsystemen angelegt ist, in Interaktionen zum Ausdruck gebracht werden kann oder sich entsprechend modifiziert. Zudem ist es wichtig Unterstützung von außen annehmen zu können und sich auch der Unterstützung-Systeme von innen gewahr zu sein.

     

    Ihre persönliche System Profil Analyse

    Mit einem ca. 10-minütigen Fragekatalog erhalten Sie Ihr Persönliches System Profil mit Kurzauswertung. In unseren Coaching Programmen arbeiten wir damit. Das Programm bezieht sich auf alle Bühnen des Systemischen Hexagons® und verleiht Ihnen einen ersten Überblick über Ihre Hauptbühnen.

    Den Link zu ihrer Persönlichen System Analyse finden Sie unter:
    https://intaka.de/persoenliche-system-profilanalyse/

     

     

    Systemische Basics

    Zu den Systemischen Basics und Tools gehören in der 3-wöchigen Ausbildung:

    Die Profession als Coach

    • Unterscheidung von Format, Verfahrensweise und Technik
    • Die professionelle Haltung als Coach und Kontaktmanagement
    • Sondierung und Kontaktgestaltung
    • Settings und Phasen im Coachingprozess
    • Übertragung, Gegenübertragung und institutionelle Abwehr
    • Interventionsinstrumentarium
    • Profil- und Konzeptarbeit als Coach
    • Verschiedene Formen des Narzissmus in Führung- und Beraterrolle

    Systemisches Hexagon® und SystEx®

    • Systemisches Hexagon®
    • Vom Dreieckskontrakt zum Systemischen Hexagon®
    • Das Systemische Hexagon® als Wahrnehmungs- Diagnose- und Interventionsinstrumentarium
    • Basisarbeit mit dem Systemischen Hexagon® und Systemspiele
    • Work-Private-Balance, Grundlage und Zielrichtung
    • Umgang mit Kontextflow
    • Rollen- und Strukturmodell zum Systemischen Hexagon®
    • Systemische Methoden
    • Wunderfrage und Loyalitätsfrage
    • Kompetenzorientiertes Konstruktinterview nach dem Systemischen Hexagon®

    Integration Systemischer und Neurolinguistischer Verfahrensweisen

    • NLP-Methoden in Team- und Einzelarbeit: Hintergrund, Haltung und Methodenrepertoire
    • Spezifische SystEx®-Arbeit

     

    Die Arbeit mit dem Inneren Coach

    • Der Innere Coach und sein Mitarbeiterteam
    • Delegation im Organisationsalltag und an den Inneren Coach
    • Ressourcearbeit in der systemischen Arbeit
    • Internal-Coach-Working-Circle
    • Methoden zur Arbeit mit dem Inneren Coach

     

    Systemische Fragestellungen und Methoden

    • Systemische Fragestellungen im Coaching
    • Zirkuläres Denken, Konstruktivismus und Zirkuläre Fragestellungen
    • Die Arbeit mit Skalierungen
    • Fragearchitektur
    • Die Arbeit von Virginia Satir, Skulpturarbeit
    • Familienrekonstruktion
    • Systemisches Methodenrepertoire

    Familienaufstellungen

    • Systemisches Denken / mechanistisches / kartesianisches Denken
    • Grundannahmen und Prinzipien des System-Stellens / hier: Familie
    • Grammatik und Sprache der Systemaufstellung
    • Ethische Haltung
    • Präsenz (Körper) und Sprache der Mimik
    • Variationen von Vorgehensweisen in Systemaufstellungen
    • Interventionsformen
    • Unterscheidung der Ebenen in Systemaufstellungen, Deutung und Kontext

    Organisationsaufstellungen

    • Organisationsaufstellungen für Führungskräfte
    • Organisationsaufstellungen für Arbeitsteams
    • Systemische Theorie und Praxis in Organisationen
    • Systemisches Arbeiten mit Familienunternehmen

    Zertifizierung 

    Je nach Voraussetzungen, die Sie mitbringen, werden Sie zertifiziert zum:

    • Coach, INTAKA
    • Coach, DVNLP
    • Master-Coach, DVNLP
    • Business-Coach, IHK
    • Coach, ECA

     

    Termine, Ort, Preis, Trainer

    Termin: 21.05.2018 – 09.06.2018
    Ort: INTAKA-Caribbean-Center, Baracoa, Cuba

    Normalpreis:
    295,- € Anmeldegebühr + 2.990,- € Seminarpreis
    + 295,00 € Zertifizierungsgebühr bei Zertifizierung

    Kubapreis-Special:
    Einführungsangebot für Kuba: 2 Personen zum Seminarpreis von 1 Person

    Trainer:
    Gerhard Gigler

     

    In unserem INTAKA-Caribbean-Center heißen wir Sie herzlich willkommen!

    Direkt am karibischen Sandstrand sind wir im authentischen Teil von Kuba umgeben von karibischem Grün mit dem Blick auf die türkisfarbene Weite der Karibik.

     

     

     

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