Die aktuelle Situation auf Kuba
Ölblockade…
Ganz egal, welcher politischen Einstellung man ist, aber welches Land könnte dies über längere Zeit überstehen?
…durch die USA!
Kein geringeres Land, als diese Großmacht schneidet ca. 10 Millionen Menschen von der Ölversorgung ab. Kein Öl, kein Benzin, kein Strom.
Seit 2020 geht es Kuba kontinuierlich schlechter. Corona hat Kuba einen heftigen Schlag verpasst. Die Touristenzahlen sanken seither kontinuierlich. Die kubanische Regierung gesteht Fehler ein. Medizinisch konnten sie geschickt damit umgehen, die ökonomischen Rahmenbedingungen gestalteten sich allerding zunehmend ungünstig. Nun die Ölblockade der USA, die die Schwächesituation nutzt, um ideologische und politische Richtungen neu zu definieren – das ist das Ziel. Egal, wie man politisch eingestellt ist, ein neuer Völkerrechtsbruch liegt auf jeden Fall auf der Hand.
Und was das für die kubanische Bevölkerung bedeutet, hat ein bisher nicht dagewesenes Ausmaß:
1. Stromabschaltungen
Derzeit ist auf Kuba akuter Strommangel. Das heißt konkret, dass es manchmal 3 Tage keinen Strom gibt, dann ca. nur für 1 Stunde, dann 2 Tage wieder keinen, dann für ein paar Stunden, dann 4 Tage wieder keinen Strom. So in etwa verhält sich dies gerade auf Kuba, vor allem bei uns am traumhaften und abgelegenen Playa Manglito. Gerade im Osten der Insel ist die Situation – nach dem Hurrikan „Melissa“ – noch problematischer geworden. Kein elektrisches Licht zu haben, ist aber nur eine Auswirkung davon. Das ist schlimm genug, vor allem, wenn man in einer dunklen Stadt unterwegs ist, aber auch im eigenen Haus ist das beschwerlich. Man könnte dem vielleicht noch eine gewisse Romantik abgewinnen, wenn nicht noch weitere gravierendere Auswirkungen zu spüren wären. Ohne Strom funktioniert das Telefonnetz nicht. Bei medizinischen Problemen kann also auch nicht telefoniert und keine Hilfe geholt werden. Zudem funktioniert ohne Strom auch weder Toilettenspülung noch fließendes Wasser, wenn dies noch oben gepumpt werden müsste – waschen oder duschen ist also auch nicht so wie üblich möglich. Ventilatoren oder Klimaanlagen können ebenso nicht in Betrieb genommen werden. Das größte Thema dabei ist jedoch, dass selbstverständlich auch alle Kühl- und Gefrierschränke Strom brauchen. Nahrungsmittel können weder eingefroren noch gekühlt werden. Gekocht wird im Freien mit Holz. Das ist für alle eine Situation, die nicht nur unangenehm, sondern auch gesundheitlich bedenklich ist.
2. Nahrungsmittelmangel
In Kuba gibt es kubanische Geschäfte und Straßenverkauf (kubanische Pesos), in denen es manchmal wenig Nahrungsmittel gibt und auch nicht in der entsprechenden Qualität. Was man sich dort einkauft, ist derzeit oft fraglich. Zudem gibt es noch Läden, die Nahrungsmittel in Devisen (also Dollar) abrechnen. Dies ist überteuert möglich, allerdings nur in größeren Städten. Eine ausreichende Kühlung der Nahrungsmittel wäre also extrem wichtig.
3. Epidemie
Leider – und das ist im Moment das größte Problem – gibt es eine Chikungunya-, Oropouche- und Dengueepidemie und keine entsprechenden Medikamente. Fieberpatient/innen sprechen von sehr hohem Fieber (40 Grad) mit heftigsten Schmerzen und das ausländische Amt warnt auch wegen nicht gesicherten Rückholaktionen. Über mehrere Wochen kann die Erkrankung andauern und gerade jüngere oder ältere Menschen über 60 Jahre sind gefährdet. Da auch schon Personen verstorben und zudem auch Langzeitfolgen möglich sind, ist dies eine nicht zu unterschätzende Gefährdung. Allerdings ist die Epidemie bereits am Abklingen.
4. Fehlende medizinische Versorgung
Kubnaische Ärzte sind bekannt auf der ganzen Welt und bestens ausgebildet. Die Ärztedichte gehört zu einer der erfreulichsten international. Viele Krankenhäuser stehen allerdings vor der schwierigen Situation, dass es kaum Medikamente gibt und ausreichende medizinische Versorgung nicht gesichert ist.
5. Auswärtiges Amt
Das ausländische Amt warnt vor Reisen nach Kuba und die neuesten Meldungen sind wenig erfreulich. www.auswaertiges-amt.de
Und wie soll das weitergehen?
Wir sind zuversichtlich, dass sich bald Änderungen ergeben werden.
Wieso wir dies denken, sagen wir dir gerne am
Offenen Kubatreff, am 13.04.2026 von 19.00 – 21.00 Uhr.
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Wir laden dich gerne ein!
Gerhard und Christine von INTAKA
in Kooperation mit dem gemeinnützigen Verein „Bildungsbrücken mit Kuba e.V.“

